Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Elisabeth Hospital Iserlohn mit 51 Planbetten versorgt jährlich ca. 12.000 ambulante und 2.500 stationäre Patienten mit Unfallverletzungen verschiedener Schweregrade und einem breiten Spektrum an orthopädischen Krankheitsbildern. Pro Jahr werden ca. 1.800 Operationen durchgeführt. Das St. Elisabeth Hospital Iserlohn ist Standort eines Notarzteinsatzfahrzeuges, das ärztlicherseits auch von den Mitarbeitern der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie besetzt wird. Außerdem ist ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Klinikgelände vorhanden. Das Schockraummanagement liegt in der Verantwortung der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Klinik ist als lokales Traumazentrum gemäß den Kriterien des Weißbuchs „Schwerverletztenversorgung“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert und Mitglied im Traumanetzwerk Ruhrgebiet.

An der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des St. Elisabeth Hospitals Iserlohn besteht eine 24­Stunden-Operationsbereitschaft zur definitiven Versorgung mindestens eines Schwerverletzten, einschl. Vorhalten der entsprechenden Behandlungskapazitäten auf der interdisziplinären Intensivstation des Hauses. Die neurochirurgische Kompetenz wird innerhalb der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie durch einen am Haus tätigen Neurochirurgen sowie durch eine enge und umfassende Kooperation mit dem Knappschaftskrankenhaus in Bochum-Langendreer, Universitätsklinik für Neurochirurgie als kooperierendem überregionalem Traumazentrum gewährleistet. Weiterhin wird durch eine intensive Kooperation mit den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannsheil in Bochum und eine bestehende interdisziplinären Zusammenarbeit mit den genannten Kliniken der Maximalversorgung auch die Behandlung von Patienten mit neurotraumatologischem, gefäßchirurgischem, thoraxchirurgischem und viszeralchirurgischem Verletzungsmuster durch eine im Einzelfall erforderliche Verlegung in ein überregionales Traumazentrum sichergestellt.

Die Schwerpunkte der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Elisabeth Hospital in Iserlohn liegen in den Bereichen der Traumatologie, der rekonstruktiven und arthroskopischen• Gelenkchirurgie (einschließlich der autologen Chondrocytentransplantation) sowie der Endoprothetik der großen Gelenke (Schulter, Hüfte und Knie), einschließlich Wechseloperationen. Ein wesentlicher unfallchirurgischer Arbeitsschwerpunkt der Klinik stellt die Versorgung aller Frakturen nach dem Prinzipien der Arbeitsgemeinschaft für Osteossynthesefragen (AO) mit modernsten Implantaten inklusive der Versorgung von Becken- und Wirbelsäulenverletzungen dar.

Ferner werden an der Klinik alle Eingriffe der Hand- und Vorfußchirurgie sowie Korrekturosteotomien erworbener und angeborener Fehlstellungen der Extremitäten durchgeführt. Ein weiteres Arbeitsfeld der Klinik besteht in der Diagnostik und Therapie von chronischen und akuten Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, einschließlich der konservativen Therapieverfahren und hier insbesondere in der Schmerztherapie bei Wirbelsäulenerkrankungen. Es steht eine der Klinik angegliederte Abteilung für physikalische Therapie zur Verfügung, die das gesamte Behandlungsspektrum der Krankengymnastik, der Ergotherapie, der Thermotherapie und der Hydrotherapie abdeckt.

Des Weiteren ist die Klinik zum Verletztenartenverfahren der Berufsgenossenschaften zugelassen, und es erfolgt die regelmäßige Erstellung von gutachterlichen Äußerungen auf orthopädischem und unfallchirurgischem Fachgebiet, gegenüber den verschiedenen Auftraggebern (Sozialgerichte, Versicherungen und Berufsgenossenschaften).

Der Chefarzt der Klinik ist durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe zur Weiterbildung auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie für 36 Monate, zur Weiterbildung für die Schwerpunktbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie für 24 Monate und zur Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung Physikalische Therapie und Balneologie für 12 Monate zugelassen. Die Ermächtigung für die Basisweiterbildung Chirurgie wurde durch die zuständige Ärztekammer für die gesamte Dauer von 24 Monaten gemeinsam mit dem Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie erteilt.

Leistungsspektrum

  • gesamte moderne Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie einschließlich der Versorgung von Beckenverletzungen
  • Arthroskopien an Knie-, Schulter-, Hand- und Sprunggelenk
  • Versorgung von handchirurgischen Verletzungen und Erkrankungen
  • Biologische Wiederherstellung von Gelenkflächen durch diamantgeschliffene Knochen-Knorpel-Transplantation
  • Endoprothetischer Ersatz von Hüftgelenken durch
    – moderne zementierte und zementfreie Titan-Endoprothesen
    – minimalinvasive Technik in geeigeten Fällen
  • Endoprothetischer Ersatz von Kniegelenken mit Navigation
    – Schlittenprothesen
    – Oberflächenersatz
    – Scharnierknie
    – Rotationsknie
  • Behandlung von Knieverletzungen (Instabilitäten, Kreuzbandersatz)
  • Endoprothetischer Ersatz bei Schultergelenkfrakturen
  • Behandlung schmerzhafter Schultersyndrome (Impingement) und Stabilisierungsoperationen bei wiederkehrenden Verrenkungen oder Rotatorenmanschetten-Rupturen
  • Hand- und Mikrochirurgie mit OP – Mikroskop

Physikalische Therapie in Zusammenarbeit mit dem ambulanten Rehabilitationszentrum Iserlohn

  • sämtliche gängige Physiotherapie (Krankengymnastik, Massagen, medizinische Bäder u.s.w.)